Frühjahrskongress der ÄGWL vernetzt erfolgreich Leistungsanbieter in Westfalen-Lippe 19.03.2010

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„Im Jahr 2050 kommt auf einen Rentner ein Erwerbstätiger, - zur Zeit sind es noch drei! Die Zahl der Herzinfarkte wird sich bis dahin verdoppeln, die der Schlaganfallpatienten verdreifachen und die der Demenzkranken gar verfünffachen“, betonte Dr.med.Hans-Heiner Decker, Vorstand der ÄGWL gegenüber den 300 Teilnehmern und der anwesenden Presse anlässlich der Eröffnungsveranstaltung des diesjährigen Frühjahrskongresses im Kaiserhaus Arnsberg.  

In den vollbesetzten Sälen des Kongresszentrums wurden die Themengebiete Behandlung chronischer Wunden, chronische Alterserkrankungen der Bevölkerung (koronare Herzkrankheit, Diabetes mellitus, Asthma Bronchiale und chronische Bronchitis) interdisziplinär abgehandelt und von Ärzten und Pflegern besucht. Ergänzend hierzu fanden – insbesondere für das medizinische Assistenzpersonal in Praxen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen – praktische Workshops statt, die allesamt ausgebucht waren.

Als besonderes Beispiel der Vernetzung wurde während des Kongresses die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der palliativmedizinischen Versorgung in Südwestfalen dargestellt: „Das erklärte Ziel, sterbenskranke Menschen ambulant bestmöglich zu betreuen und zu Hause im Kreise ihrer Familien sterben zu lassen, wird nur durch eine enge Kooperation und Vernetzung der Hausärzte,  Palliativärzte und Pflegedienste mit deren  spez. Fachkenntnissen ermöglicht“ , forderte Dr. Heinz Ebbinghaus, Hausarzt und Palliativmediziner aus Soest, der diesen Veranstaltungsteil moderierte.

Die im Anschluss durchgeführte öffentliche Podiumsdiskussion hochrangiger Experten des Gesundheitswesens unter Beteiligung der Kassenärztlichen Vereinigung, AOK-Westfalen-Lippe, des Arbeitgeberverbandes Metall-NRW, Vertretern aus Krankenhaus, Pflege und Praxis betonten übereinstimmend, dass bloßer Wettbewerb nicht allein die Finanzierungs- und Nachwuchssorgen des Gesundheitswesens lösen könnten. „Wettbewerb um den Patienten im herkömmlichen Sinne ist ruinös und für das Gesundheitswesen schädlich. Ich fordere eine Überwindung patientenfremder sektoraler Versorgungsschienen und eine intelligente Verzahnung auch der vorhandenen Angebote. Dies bedeutet für Arnsberg auch den Zusammenschluss aller Krankenhäuser unter einem Dach!“ resümierte Dr.med.Ortwin Ruland, Chefarzt Marienhospital Arnsberg, die gesundheitspolitische Veranstaltung.
    


Arnsberg, 19.03.2010




ViSdP: Dr.med. Hans-Heiner Decker
 Ärztegenossenschaft Westfalen-Lippe  59759 Arnsberg, Ludgeristrasse 4 Tel.:02932/ 9318574
 


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