Regionales Honorarverteilungsrecht fĂĽr Westfalen-Lippe gefordert 13.12.2008

eingestellt von Webmaster

Ferner wurde die vorgezogene Umsetzung der zweiten Honoraranpassungsstufe bereits zum 01.07.2009 gefordert. Hiermit soll eine frühzeitige Angleichung der fachgruppengleichen Regelleistungsvolumina im Vergleich der verschiedenen KVen realisiert werden. Aufgrund niedriger Arztdichte in Westfalen-Lippe mit traditionell hohen Fallzahlen und niedrigen Scheinschnitten (jetzt RLV`s) fungiert die KVWL als Schlußlicht aller KVen. Mit der ursprünglich für 2010 vorgesehenen Honorarkonvergenz würden zusätzlich ca. 260 Millionen Euro für die Patientenversorgung zur Verfügung stehen und damit eine ungerechtfertigte Benachteiligung zu Lasten von Patienten und Ärzten vermeiden helfen. Laut Dr. Kriedel, Vorstandsmitglied der KVWL bedeute dieser Auftrag eine ungeheuere lobbyiistische Kraftanstrengung, um in Bund und Land sowie innerhalb der KBV die Notwendigkeit einer vorgezogenen Honorarkonvergenz zu realisieren. Bei Versagen dieser Korrekturmaßnahmen droht insbesondere den Landarzt- und  großen "Versorgerpraxen" ein hohes Honorarminus: Diese rechnen zwar tradionell hohe Fallzahlen ab sind aber umsomehr von den heckenschnittähnlichen Honorarkürzungen negativ betroffen. Letztendlich Leid tragende dieser Honorarmisere seien aber die Patienten im Lande, die mit dieser Honorarpolitik einen  weiteren Abbau  von Praxissitzen und folglich längere Wartezeiten befürchten müßten.

Ein Mißtrauensantrag  - gestellt von Hausärzten - gegen den KV-Vorsitzenden, Herrn Dr. Thamer, fand keine Mehrheit und wurde abgelehnt. Kontrovers und ohne Angleichung in der Sache verlief die Diskussion zwischen dem Hausarztverband und den Befürwortern einer kassenübergreifenden Hausarztzentrierten Versorgung unter dem Dach der KV. 


Seiten Anfang