Patientenbeirat in WL gegr√ľndet 12.08.2008

eingestellt von Dr. Hans-Heiner Decker


Der Patientenbeirat versteht sich als Bindeglied zwischen den Patienten und den Ärzten und Psychotherapeuten in den Praxen. Das Ziel, auf die Bedürfnisse der westfälisch-lippischen Bevölkerung einzugehen und bei Anregung und Kritik einen konstruktiven Austausch zu ermöglichen, wird durch den Beirat vereinfacht und be-schleunigt.
Schon seit Jahren sucht die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe den Dia-log mit den Patienten und verbessert ihn ständig. Neben ihren Grundfunktionen ver-
steht sie sich auch als Dienstleister für die Patienten und unterhält unter anderem eine telefonisch erreichbare Beratungsstelle sowie eine Therapieplatzvermittlung. Die Unterstützung der Selbsthilfegruppen durch die 1987 gegründete Kooperationsbera-tungsstelle (KOSA) und die vorbereitende Arbeitsgruppe des schon seit fünf Jahren existierenden Round Table „Selbsthilfe“ belegen die traditionelle Zusammenarbeit zwischen Patienten und Ärzteschaft im Landesteil Westfalen-Lippe, welche auf steti-ge Weiterentwicklung der ambulanten Versorgung zielt.
Der Patientenbeirat setzt sich zum einen aus Vertretern der KVWL, den beiden Dachorganisationen Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Behinderter (LAG SB) NRW und Wittener Kreis sowie des Fachausschusses Sucht NRW zusammen. Ver-treter von Migrantengruppen werden in Kürze einbezogen. Die KVWL hat für den Patientenbeirat eine Geschäftsstelle eingerichtet. Sie ist unter der Telefonnummer 0231/9432-3233 zu erreichen.

Kommentar:
hhd. Es bleibt zu hoffen, dass mit Einrichtung des Beirats die Interessenvertretung  der Patienten  gegenüber den Körperschaften Öffentlichen Rechts gestärkt wird. Erkenntnisse und Erfordernisse in puncto Patientenversorgung auf aktuellem Stand der medizinischen Wissenschaft dürfen nicht länger von den Prüfinstanzen ignoriert werden. Wenn die Einrichtung des Beirates dazu führt, dass die KV in diesen Gremien entschiedener Patientenbedürfnisse und die Interessen ihrer in Regress genommenen  Ärzte vertritt, ist der Beirat eine richtungsweisende, gute Entscheidung. Feigenblattfunktionen wären hingegen verzichtbar. 

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