BVÄG

Bundesverband der Ärztegenossenschaften Deutschlands

Der BVÄG  - Die zentrale Kraft

Die Genossenschaftsidee hat sich verbreitet. Ärztegenossenschaften bilden in vielen Bundesländern ernstzunehmende Parallelorganisationen zu den Körperschaften. Regional finden sie Anerkennung bei Ärzten und psychologischen Psychotherapeuten sowie auch bei Krankenkassen und Krankenhäusern. Es entwickeln sich Partnerschaften mit den aktiv Handelnden im Gesundheitswesen. Es wird auch die Partnerschaft mit den KVen im Sinne einer kompensatorischen Kraft durch freie genossenschaftliche Organisation angeboten, jedoch verschiedentlich durch Unverständnis und den Anspruch auf Machtmonopol abgelehnt. Die so genannte KV-Consult ist rechtlich und strategisch keine Alternative.

 

Eine regionale Ärztegenossenschaft ist und agiert landesspezifisch. Sie ist für ihre Mitglieder aktiv, aber auch für die übrige Ärzteschaft, - als Einkaufsgenossenschaft, als Makler für Verträge und innovative Konzepte sowie als Organisator und Mitstreiter beim Protest gegen Staatsmedizin und für den freien Berufsstand. Bei all dem haben die Genossenschaften klare Ziele und sind sich über die Satzung hinaus auch in ihrem Engagement einig.

 

Logische Folge ist, dass sich die Ärztegenossenschaft der Länder zusammen-schließen. Im April 2006 wurde der Bundesverband der Ärztegenossenschaften e.V. (BVÄG) ins Vereinsregister eingetragen, der aus einem anfangs lockeren Ärztegenossenschaften-Dachverband entstand. Der BVÄG bündelt die genannten Kräfte, unterstützt dort die Entstehung neuer Genossenschaften, wo noch keine sind, und vertritt die Genossenschaftsidee auf Bundesebene. Die Zentralisierung vieler Entscheidungen im Gesundheitswesen erfordert die Präsenz vor allem in Berlin: Hier kann mit den Spitzen der Krankenkassen und mit deren neuem möglichen Dachverband verhandelt werden, hier werden gesundheitspolitische und sozialgesetzliche Weichen gestellt und hier ist der Entscheidungsraum von KBV  und Politik.

 

Der BVÄG ist auch Mitglied der Allianz Deutscher Ärzteverband, dem standespolitischen Sprachrohr der Ärzteschaft außerhalb der Körperschaften. Der BVÄG ist die neue Kraft jenseits der fach- und kleingruppenspezifischen Interessen. Es ist die Interessenvertretung der niedergelassenen Ärzteschaft in Deutschland, die sich zum „Gesundheitsanbieter" entwickelt. Der BVÄG sieht sich dabei nicht als Konkurrent zu bestehenden Verbänden. Er möchte sie hingegen zusammenführen, um in gemeinsamer Kraftanstrengung eine freiheitliche Patientenversorgung zu realisieren.

 

Der BVÄG ist gut positioniert und gewappnet für die Herausforderungen. Es geht darum, nicht weiter fremdbestimmt zu werden. Die Ärzteschaft und andere Heilberufler sollten ihren wachsenden Einfluss zur Selbstbestimmung und Zukunftssicherung nutzen.

Der Bundesverband ist auf die Aktivitäten der Mitgliedsgenossenschaften angewiesen. Neben einer aktiven Teilnahme an den verschiedenen überregionalen Arbeitsbereichen ist insbesondere die regionale Umsetzung der gemeinsam vereinbarten Aktionen wichtig.

Auch hier gilt der genossenschaftliche Gedanke: „Einer für alle - alle für Einen!"




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